In den dunklen Straßen eines verfallenen Stadtviertels treibt eine wilde Straßengang ihr Unwesen: Mit ihren dynamischen Hengsten und den langen Garrocha-Stangen machen die düsteren Gestalten die Gassen um ein altes Kino unsicher und beeindrucken mit ihren reiterlichen Fähigkeiten. Die Straßengang in der aktuellen APASSIONATA-Show „Cinema of Dreams“ wird verkörpert von Vater und Sohn, Sebastián Fernández und Sebastián Fernández junior. Sie präsentieren die traditionelle Reitweise der Rinderhirten, die Doma Vaquera. Hinter der Bühne begleitet Ehefrau und Mutter Mercedes stolz den Auftritt der beiden. Mit ihrer Solokür begeisterte sie selbst wenige Minuten zuvor das gesamte Publikum. Familienzeit sieht in ihrer Familie eben ein bisschen anders aus.   

Die Equipe Fernández ist bereits seit zwölf Jahren Teil von APASSIONATA, seit nunmehr vier Jahren sind sie sogar mit zwei Generationen vertreten. Ob während der Tour oder auf ihrem traumhaften Hof im spanischen Granada, für die Familienmitglieder dreht sich schlichtweg alles um Pferde. So steht die ganze Familie bereits früh auf, um ihre 65 Pferde zu versorgen. Erst danach gönnen sich auch die Menschen eine erste Stärkung: Den Morgenkaffee nehmen sie meist sogar im Stall ein. 

Nach der kleinen Verschnaufpause geht es ans Putzen und Reiten. Mercedes, Sebastián und ihre beiden Söhne, Sebastián junior (20) und Fefe (14), verbringen den Großteil des Tages am und auf dem Pferd. Mercedes gibt lächelnd zu: „Echte Freizeit haben wir zwar nicht viel, brauchen wir aber auch nicht. Unser Leben sind die Pferde. Selbst wenn wir ins Kino gehen, was vielleicht einmal im Jahr vorkommt, dann nur, um einen Pferdefilm zu schauen!“

In der aktuellen Show "Cinema of Dreams" zeigen Vater und Sohn die Doma Vaquera auf einzigartige Weise.
Die beiden trainieren regelmäßig zusammen - Sebastián junior lernt dabei immer wieder Neues von seinem Vater.

Tatsächlich haben Sebastián und sie nie ein anderes Leben geführt: Beide stammen aus demselben Ort, jeweils aus Reiterfamilien mit langer Tradition. Und beide sitzen seit Kindertagen im Sattel. „An das erste Mal auf dem Pferderücken kann ich mich nicht mehr erinnern, so klein war ich da noch. Ich denke, ich wurde wirklich schon als Reiter geboren“, ist Sebastián überzeugt, „heute in einer Show wie APASSIONATA mitzuwirken, betrachte ich als meine Berufung.“ 

Die Fernández genießen es, aus demselben Holz geschnitzt zu sein. Und weil der Apfel nun mal nicht weit vom Stamm fällt, steckt auch die nächste Generation voll im Pferdethema drin. Sebastián junior ist bereits seit vier Jahren Teil von APASSIONATA. „Das freut uns sehr, denn Familie ist für uns das Wichtigste“, strahlt der stolze Vater, „ohne die gegenseitige Unterstützung wäre unser Leben so gar nicht möglich. Ich bin unglaublich dankbar, dass wir alle so wunderbar an einem Strang ziehen.“ 

Zeit im Kreise der Familie erhalten sich die Spanier auch heute noch. Wenn Sie mit APASSIONATA touren, ist nicht viel Platz für Freizeit zu viert. Andererseits ist man rund um die Uhr zusammen, und auch das kann bekanntlich eine Herausforderung sein. Da ist es wichtig, an kleinen Traditionen festzuhalten, die einander näher bringen. „Natürlich gibt es trotz der vielen Eindrücke während der Tour familiäre Momente“, so Mercedes, „zum Beispiel, wenn wir vor jeder Vorstellung gemeinsam kurz zur Ruhe kommen. Oft geben wir uns auch während der Auftritte kleine Zeichen aus der Arena heraus. Diese kleinen Dinge geben uns wirklich viel!“