Er ist der absolute Hingucker in der Show: Noriker "Thomas" bei "Cinema of Dreams".

Durch eine winterliche Zauberwelt wird Daphne de Visser von ihrem Noriker „Thomas“ durch die Arena getragen. Der wunderschöne Tigerschecke verzückt bei der diesjährigen APASSIONATA-Tournee mit seinen schwarzen Pünktchen das gesamte Publikum und beeindruckt gleichwohl mit seinem Dressurtalent. Denn für eine so schwere Rasse ist es nicht leicht, in Traversalen durch die Bahn zu schweben, zu steigen und in vollendeter Versammlung den schweren Hals aufrecht zu tragen! Daphne hat ihren Traum zum Beruf gemacht. Mit ihrer Liebe zu großen und außergewöhnlichen Tieren begeistert die gebürtige Niederländerin hunderttausende Zuschauer in ganz Europa. 

„Als ich selbst noch ganz klein war – nämlich 4 Jahre jung – wollte ich bereits sehnlichst ein Pferd haben, und zwar ein möglichst großes. Ich liebte die Tiere so sehr, dass ich damals sogar öfter von zu Hause ausbüxte, mich durch den Gartenzaun quetschte und in den Stall unserer Nachbarn schlich, denn dort wohnte ‚Paulo‘, ein Appaloosa-Hengst.“ Bis sie ihr erstes eigenes Pferd bekam, sollten aber noch viele Jahre ins Land gehen… denn zunächst zog sie mit ihrer Familie nach Brunei, und dort war es allein dem Sultan vorbehalten, Pferde zu besitzen. 

Am liebsten ist Daphne mit "Thomas" im Gelände unterwegs.

Jahre später erst ging es zurück in die Heimat, wo Daphne jede Menge Reitstunden nahm, um mit 16 dann endlich „Klariska“, eine Warmblutstute, ihr Eigen nennen zu dürfen. „Sie war eine super Lehrmeisterin: Weil sie nicht ganz einfach im Umgang war, lernte ich unglaublich viel darüber, wie tief man sich auf die Tiere einlassen muss.“ Zu ihrem ersten Shire Horse, der größten Pferderasse der Welt, kam sie ein Jahr später. „Endlich war mein Glück perfekt – ich hatte einen sanften Riesen zum Reiten und Kuscheln“, schwärmt die 36-Jährige heute. Ihre Begeisterung für die große Tiere nahm daraufhin ebenso große Ausmaße an: Sie züchtete Shires und beherbergte auf ihrem Hof im niedersächsischen Nordhorn zwischenzeitlich eine ganze Herde der schönen Giganten! Auch Riesenkaninchen und -kröten oder auch Wolfshunde hat sie schon umsorgt – Hauptsache groß und ungewöhnlich.

Doch damit nicht genug: Mit ihrem Einfühlungsvermögen, ihrer Geduld und dem ganz besonderen Gespür für die Bedürfnisse ihrer Tiere gelang ihr, was nur Wenige bisher geschafft haben: Sie bildete die als zu schwer und behäbig geltenden Kaltblüter in der klassischen Dressur aus und machte sich damit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen in der Showreiterei. So auch bei den Machern von APASSIONATA, die sie schließlich einluden, Teil der Show zu werden.

Das war der Beginn einer einmaligen Erfolgsgeschichte: Schon zum siebten Mal versetzt sie die Besucher in wahre Begeisterungsstürme: Ob Miniesel, Zebra, ihre riesigen Shire Horses oder jetzt Pippi-Langstrumpf-Pferd „Thomas“ – stets gehören sie zu den absoluten Publikumslieblingen. „Ich lebe meinen Traum“ – das sieht jeder Showbesucher, wenn sie am Ende einer Show über das ganze Gesicht strahlt und sich bei ihren treuen vierbeinigen Freunden bedankt.