Eine bittere Diagnose

Als die kleine Lina (5) mit einem Jahr immer noch nicht krabbeln, ja nicht einmal richtig essen konnte, machte Mutter Eileen Reiß sich ernsthaft Sorgen. Die Diagnose der Ärzte im Krankenhaus war niederschmetternd. Sie stellten das sogenannte Cornelia-de-Lange-Syndrom bei dem Mädchen fest: Kleinwuchs mit multiplen angeborenen Fehlbildungen. Diese träten oftmals im Zusammenhang mit kognitiven Behinderungen, gravierenden Ernährungsstörungen und schwerem Autismus auf, hieß es. "Wir sollten uns darauf vorbereiten, dass Lina niemals würde laufen oder sprechen können", berichten Mutter Eileen und Vater Stefan, "doch trotz allem ließen wir uns von dieser bitteren Diagnose nicht entmutigen."

Aufgeben kam nicht infrage

Für die glückliche Wende aber sorgte schließlich Linas Oma, die das Therapeutische Reiten ins Spiel brachte. Eileen Reiß war zunächst unsicher: "Lina war doch erst ein Jahr alt, konnte sich kaum bewegen. Ich fragte mich, wie so ein kleines und schwaches Kind überhaupt an der Hippotherapie teilnehmen sollte. Einen Versuch wollten wir aber auf jeden Fall wagen." Überrascht stellten Linas Eltern dann fest, dass das Mädchen sich auf dem Pferderücken direkt wohlfühlte. Unglaublich: Nach nur einem halben Jahr konnte Lina plötzlich laufen! Und noch heute bessert sich ihre Verfassung mithilfe von "Tinky", dem feinfühligen Tinker, weiter und weiter.

APASSIONATA-Team tief beeindruckt

Besonders freundlich und sehr einfühlsam zeigten sich auch die APASSIONATA-Pferde beim Besuch der Fünfjährigen im Stall. We care-Initiatorin Karen Massine: "Wir hatten Lina und ihre Eltern zu uns eingeladen, in die Show und auch backstage. Ich war sehr beeindruckt vom Zusammenhalt der Familienmitglieder. Sie haben schon so viel geschafft; ich drücke mit unserem ganzen Team fest die Daumen, dass sie gemeinsam all das erreichen, was sie sich in Zukunft noch zum Ziel setzen! Dafür viel Herz, Mut und Kraft!"