Es ist das erste Mal, dass Muada (6) ein Pferd berührt, und ihre großen dunklen Augen drücken ungläubiges Staunen aus über dieses Wunder, das sich ihr soeben offenbart. Erst wenige Wochen ist es her, dass sie mit ihrer sechsköpfigen Familie den Kriegswirren Syriens entkam. In Deutschland ist alles fremd, und das kleine Mädchen versteht nicht, weshalb es nicht einfach zum Spielen und Toben vor die Tür des Heims darf.

Besondere Stunden für Flüchtlingskinder

Als dreifache Mutter hat Karen Massine, Initiatorin unseres sozialen Projekts  APASSIONATA We care, ein großes Herz für Kinder. Wann immer es ihre Zeit erlaubt, kümmert sie sich um die jüngsten Bewohner einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge – und hat beschlossen: „Die Kinder müssen raus ins Grüne!“  Es bedurfte einiger Vorbereitungen, um die Kinder und Jugendlichen aus dem Heim unter einen Hut zu bringen, aber alle Mühen haben sich gelohnt für diesen Nachmittag in einer Pferdepension mit Grillen, Spielen und Reiten.

Die Pferde brechen rasch den Bann

Besonders den Kleinen machen die Begegnungen mit den Pferden Riesenspaß!  Muada strahlt an diesem milden Herbsttag mit der Sonne um die Wette, als sie ihre Angst überwunden hat und auf Pony „Bubi“ sitzt. Ihre anfängliche Sorge, den Vater aus den Augen zu verlieren, lässt „Bubi“ sie mit seinem sanften Schaukelgang rasch vergessen.

Auch die anderen Kinder sind aus vollem Herzen dabei, überwinden ihre Scheu vor den großen Vierbeinern und reißen sich schließlich darum, die Tiere nach dem Absatteln zu striegeln und zu bürsten. Tüten und Taschen mit APASSIONATA-Geschenken versüßen den Abschied, und die Kinder zeigen uns mit ihren glänzenden Augen: „Wir werden den heutigen Tag nie mehr vergessen!“

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