Das erste Mal hoch zu Ross

Nie hätte Maria Teubert (53) gedacht, dass sie jemals Hilfe von Pferden benötigen würde. Vielmehr hatte sie sogar Angst vor den imposanten Tieren. Doch dann erlitt die zweifache Mutter nach der Geburt ihres Frühchens Lisa einen Schlaganfall, und nichts war mehr wie vorher.

Maria konnte sich kaum bewegen. Die kleine Lisa litt unter Krampfanfällen, einer gestörten Motorik und musste über eine Magensonde ernährt werden. Als sie zwei Jahre alt war, empfahl eine Psychologin Mutter und Tochter das Therapeutische Reiten. "Trotz meiner Furcht wollten Lisa und ich es einfach versuchen. Und es funktionierte tatsächlich: Die Tiere halfen uns, wieder am Leben teilzunehmen!", erzählt Maria überglücklich. "Ich erinnere mich noch an die erste Reitstunde: Obwohl ich damals noch auf den Rollstuhl angewiesen war, saß ich auf dem Pferd ganz aufrecht. Der enge Kontakt, der Rhythmus und das Gefühl der Freiheit überwältigten mich komplett!“

Lisa ist gelenkiger geworden

Marias Tochter haben die sanften Vierbeinern ein besseres Körpergefühl geschenkt – und dazu eine große Portion Selbstvertrauen. "Lisa ist jetzt 14 und viel gelenkiger als vorher und auch gesundheitlich fit. Durch das Therapeutische Reiten verlor sie ihre Ängste, ist jetzt richtig neugierig, fröhlich und aufgeschlossen", berichtet ihre Mutter dankbar, "und von den Reitstunden kommt sie immer mit strahlendem Gesicht nach Hause."

Die Überraschung beim "Tag der offenen Tour"

Das pferdevernarrte Mutter-Tochter-Gespann hatte das APASSIONATA-Team schon bei einem Showbesuch kennengelernt, als den beiden eine geheimnisvolle Einladung ins Haus flatterte: Sie erwartete beim ersten "Tag der offenen Tour" nämlich eine besondere Überraschung. Karen Massine überreichte einen Gutschein für ein Jahr Hippotherapie. "Da rollten bei Lisa die Freudentränen", erinnert sich die We care-Initiatorin. "Was mich aber über alle Maßen berührte: Kurz später steckte das Mädchen 10 Euro ihres Taschengelds in unsere DKThR-Spendendose hinein. Sie sagte, sie wolle einen Teil ihres Glücks weitergeben. Da war es an mir, feuchte Augen zu bekommen!"