Nicht nur Pferde vollbringen kleine Wunder in der tiergestützten Therapie. Auch Hunde zaubern als professionelle Therapeuten ihren Patienten ein Strahlen aufs Gesicht.

"Lisbeth" spürt, was Kinder sich wünschen

Ein solcher Hund ist Boxerhündin "Lisbeth", die sich im Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland größter Beliebtheit erfreut. Erst schenkt sie erkrankten Kindern im Bett Ruhe und Geborgenheit und im Anschluss spielt sie mit den gesunden Geschwisterkindern Fußball im Garten. "Diese Vielfalt ist bei einem geprüften Therapie-Begleithund wichtig", sagt Besitzerin Sally Ehrhardt (33) und fügt hinzu: "Das Besondere an 'Lisbeth' aber ist ihre Liebe zu Kindern und die Hingabe im Umgang mit ihnen."

Das Gefühl, angenommen zu werden

Die siebenjährige Hündin hat oft Kontakt zu Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind oder unkontrollierte Laute von sich geben. Was andere Hunde als bedrohlich empfinden würden, ist für "Lisbeth" längst Alltag. Interessiert geht sie auf alle Gäste zu, nimmt sie  bedingungslos an und bleibt dabei immer gelassen.
In "Lisbeths" Besuchen sehen die Kinder keine Therapie, sondern vielmehr eine willkommene Abwechslung. Durch gezieltes Streicheln, Füttern oder gemeinsames Ballspielen wird die Motorik der Kinder gefördert, über die beim Kontakliegen entstehende Wärme können sich verkrampfte Körperteile lösen.

We care-Initiatorin Karen Massine besucht Hündin "Lisbeth" bei ihrer Arbeit im Kinderhospiz.

Mit ganzem Herzen bei der Arbeit

"Besonders der enge Körperkontakt mit Schwerkranken erfordert größtes Feingefühl", erklärt Sally Ehrhardt. "Besonders bei den Betroffenen, die an Beatmungsmaschinen angeschlossen sind, bewegt sich 'Lisbeth' ganz vorsichtig, um sie nicht in Gefahr zu bringen."
Eltern wundern sich oft, dass die Hündin ganz ohne Belohnung so ruhig bei den Kindern bleibt. Für die diplomierte Sozialwirtin und Sozialarbeiterin Sally Ehrhardt ist das ein Zeichen, dass "Lisbeths" Arbeit nicht darin besteht, Kommandos zu folgen – vielmehr spürt die Hündin, wie gut sie den kleinen Gästen tut.

Der Ausgleich: Toben und Planschen

Einmal in der Woche ist "Lisbeth" bei den Kindern, alle dreißig Minuten gibt es eine kurze Pause. In ihrer Freizeit entspannt sie nach Hundeart: "Sie liebt Ballspiele und planscht leidenschaftlich gern im Wasser." Diese Freuden gönnt Sally Ehrhardt ihrer Hündin so oft es geht, "damit 'Lisbeth' weiterhin einen so tollen Job macht!"

Auch wir bei APASSIONATA sind beeindruckt von "Lisbeths" Wirkung auf die Kinder – und übernehmen gern die Patenschaft über ein Jahr für ihre einfühlsamen Besuche, damit sie den kleinen Gästen im Kinderhospiz weiterhin Glücksmomente schenkt!